Der Großstadt-Dschungel ruft :: Die Tube-Tierchen

Hello from the Capitol city of England!
London ist eine unglaublich tolle Stadt, dass kann ich jetzt schon behaupten obwohl ich erst einige Stunden hier bin.
Ich bin ja nicht einfach nur auf Citytour und zum Spass in London, in Wahrheit erforsche ich in geheimer Mission den Großstadt-Dschungel.
Mit all seinen possierlichen Tierchen und sonderbaren Kreaturen. Bernhard Grzimek wäre  wirklich richtig stolz auf mich.
Denn kaum hatte ich einen Fuß auf den königlichen englischen Boden gesetzt liefen sie mir schon in wilden Rotten vor die Beine – die gemeinen Tube-Tierchen.

Hier ein kleines Video von der Meute:
Diese Spezies schart sich in den frühen Morgenstunden, bevorzugt in röhrenartigen örtlichen Fortbewegungsmitteln, zusammen. Der Experte erkennt sie an der leicht nach vor gebeugten Kopfhaltung. Solch eine Haltung erleichtert ihnen den Blick auf ihr ständig griffbereites Kommunikationswerkzeug. Welches sich unter ständiger Beobachtung befindet.
Tube-Tierchen scheuen die direkten Blickkontakt mit ihren Artgenossen, rangniedere Tiere halten statt des Kommunikators ein täglich wechseldes Blattwerk in der Hand, nur um den Blicken der anderen ausweichen zu können.
Weitere Beobachtungen haben gezeigt, dass sich einige Tube-Tierchen  in diesem, für sie natürlichen Lebensraum, frei und ohne Scheu bewegen.
Begibt man sich in die heimischen Gefilde unserer kleinen Freunde, kann man ganz erstaunliche Dinge, wie die tägliche Fellpflege, beobachten.
Das männliche Exemplar, nicht selten von kräftiger Statur und dichtem Fellwuchs im Gesicht, ist in der Lage, im dichten Gewühl seine Hufe auszutauschen. Ein ansehnliches Paar trägt er immer bei sich. Mutter Natur hat ihm dafür einen kleinen Beutel auf dem Rücken angebracht, wo er das leicht müffelnde Paar verstauen kann.
Auch im Gesichtsfell vorhandene Parasiten entsorgt unser putziger Geselle.
Die weiblichen Tube-Tierchen kann man aus stehender Position ganz fantastisch bei der morgendlich Transformation beobachten.
Ein unansehnliches und aus dem Rudel ausgestoßenes Weibchen wird innerhalb von 20 Minuten zum Objekt der Begierde der Meute. Es benötigt dafür lediglich einen hanlichen Schminkspiegel und passendes Malwerzeug, eine Bürste, ein paar halterlose Strümpfe und 12cm Stöckelhufe. Die es wie das männliche Pendant im natürlich gewachsenen Beutel mit sich herum trägt.
Punkt neun am Morgen endend dann jäh das wunderbare Schauspiel der Tub-Tierchen, denn die Meute zerstreut sich in alle Himmelsrichtungen um am nächsten Morgen alles wieder von vorn beginnen zu lassen.
Klicken Sie auch beim nächsten Mal wieder rein wenn es heißt: Der Großstadtdschungel ruft.

4 Kommentare

  1. Einen wunderschönen guten Morgen, liebe Nicole!
    Das hast Du KLASSE beschrieben – ich mußte ziemlich schmunzeln – DANKE!
    Ich wünsche Dir einen wundervollen, sonnigen 1. Mai und viel Vergnügen in London!
    Liebe Grüße,
    Claudia

  2. Hihi.. so ist es. Und wenn die Meute weg ist, begegnet dir in den Gefielden unter der Stadt das gemeine Touristentierchen, dass sich orientierungslos durch die Gänge quält 🙂
    Wünsche Dir ganz viel Spaß in meiner Lieblingsstadt!
    Gruß aus Bochum

  3. Herrlich! Ich war vor 2 Wochen in der genialsten Stadt und habe auch ganz viele von den Tierchen gesehen. Wunderbar geschrieben 😀

    LG Anja

  4. Oh Mist, da bin ich in London wohl immer zur falschen Zeit gefahren. Diese Exemplare sind mir nicht begegnet. Viel Spaß noch!

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