Italien Logbuch :: let’s make pasta

Jetzt ich habe ein Pasta-Diplom, da hab ich was in der Hand und als Frau das Gefühl auf eigenen Füßen zu stehen. Jetzt habe ich was eigenes. Haha
Ohne Scheiß ich war in Italien wirklich in der Nudelschule und habe in ein paar Stunden gelernt wie man die besten Nudeln macht. habe das Geheimnis eines PERFEKTEN Nudelteigs gelüftet und meinen Bizeps während des Ausrollens trainiert.
Und eins kann ich euch verraten die Nudelteig-Herstellung ist sehr entspannend, man kann beim kneten komplett relaxen…Meditation war gestern…Pastateigkneting ist die neue Trendsportart.
Selbstverständlich teile ich mit euch das geheime Pasta-Secret, natürlich nur unter der Vorraussetzung, ihr schickt mir in regelmäßigen Abständen eure selbstgemachte Pasta.
Im Grunde ist es ganz einfach pro 100 g Mehl nimmt man 1 Ei. Also auf 400 g Mehl, die Italiener nehmen Typ 00 es geht aber auch mit unserem 405, 4 Eier. Und ein ganz entscheidender Faktor bei der Teigherstellung ist die Zeit, es braucht viel Zeit und Muße, also Telefon aus, Schürzchen um, Musik an und looos.
Der Teig wird idealer Weise auf eine unbehandelten Rohholzplatte hergestellt, die NIE (wirklich NIE!) mit Wasser in Kontakt kommen darf.
Okay nachdem ihr euch also im Baumarkt ein Holzplatte besorgt habt könnt ihr loslegen. 400 g Mehl auf der Platte anhäufeln und mit den Fingern einen Vulkankrater herstellen, ganz wichtig(!) ein schöner Vulkan muss entstehen, dann schlagt ihr die Eier hinein und schlagt sie mit einer Gabel auf.
Wenn die Eier schön verklappert sind langsam etwas Mehl vom Rand einrühren. Dieser Schritt zieht sich einige Minuten hin da ihr das Mehl immer nach und nach unter die Eier rühren sollt nur dann kommt ordentlich Luft in den Teig und er wird später schön elastisch. Vermischt es so lang bis ein zäher Teig entsteht der sich nur noch schwer von der Gabel löst.
Erst jetzt nehmt ihr eure Hände zu Hilfe und knetet das restlich Mehl langsam(!) und vorsichtig(!) unter. Arbeitet ohne Kraft, damit die Luft im Teig nicht wieder heraus gedrückt wird. 
Achtet auch darauf, dass kein angetrockneter Teig von der Platte mit eingeknetet wird, denn der Teig soll sich am Ende ganz samtig anfühlen. Kein Problem wenn nicht das ganze Mehl eingeknetet wird schabt es einfach zu Seite.
Alessandro zeigt euch hier wie man den Nudelteig richtig knetet, immer vom Körper weg walken, zum Körper hin lupfen und wieder vorsichtig kneten. Etwa 10 Minuten lang bis der Teig geschmeidig ist.
Schneidet den Teig mit einem scharfen Messer ohne Druck durch, wenn ihr Luftblasen seht habt ihr ordentlich gearbeitet. Den Teig in zwei Hälften teilen, zu Kugeln formen und in Folie etwa 10 Minuten ruhen lassen, Zeit für einen Rotwein…
Ist das Rotweinglas geleert und der Teig ausgeruht könnt ihr ihn ausrollen, von der Teigmitte zum Rand. Anders als beim Kneten müsst ihr jetzt mit ordentlich Kraft ran, damit ihr den elastischen Teig unter Kontrolle bekommt.
Der Nudelteigfladen sollte am Ende eine Stärke von 2mm haben. Und bis dahin dauert es ein bisschen 🙂
Mit diesem Traumteig könnt ihr nun alle möglichen Nudeln basteln, Tortellini, Tortelloni und Tagliatelle haben wir gezaubert und nach einer Trocknungszeit von 20 Minuten wurden sie im kochenden Salzwasser ertränkt.

Vielen Dank an die VECCHIA SCUOLA BOLOGNESE

Hamwa wida wat für’s Leben gelernt, also an die Nudeln fertig los!

11 Kommentare

  1. Wow, das wollte ich schon immer mal ausprobieren. Und das Kneten muss man wirklich alles von Hand machen? Oder darf man die Küchenmaschine nutzen? Ich bin da nämlich absolut untrainiert… Liebe Grüße, kerstin

  2. Hey, was für ein toller Artikel!!
    Vielen Dank für’s Teilen deiner Weisheiten!
    Ich werde das demnächst mal testen und wahrscheinlich schon an dem Teil „Eier aufschlagen im Mehlvulkan“ kläglich scheitern 😀 Egal, Hauptsache es schmeckt!! 🙂
    Liebe Grüße,
    Carina

  3. Liebe Nicole,
    oh da wäre ich auch zu gern dabei gewesen… man muss das wirklich mal testen!!! Liebe Grüße von Annett

  4. Hallo Nicole! I love your blog, even if my German is not good enough to read it throughly without a dictionary and a lot of patience! I am delighted reading about your trip to Ferrara and specially this post!!

    Tanti baci dalla Spagna!

    Pilar

  5. ..ein tolles posting und wunderbare bilder.. ich bin dann mal los und schau ob ich es noch rechtzeitig in den baumarkt schaffe.. ;o)
    liebe grüße und danke für deine weisheiten 🙂 gesa

  6. Ich weiß nicht, ob ich das jemals ausprobieren werde, aber ich muß einfach loswerden, daß Du den Post so toll und liebevoll gemacht hast. Sogar mit Anleitungsfilmchen. Soooo süß!
    Hoffe es hat genauso lecker geschmeckt wie es aussieht.
    Liebe Grüße vom Münchner Kindl, Nicole

  7. Tausend Dank für das Rezept, habs heute ausprobiert und auch direkt noch eine 2. Portion als ostergeschenk gemacht! Seeehr lecker!

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